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Die Entstehungsgeschichte
der Kleinmesse-Leipzig |
Jede Geschichte hat ihren Ursprung.
Wir nehmen die Bestätigung der Privilegien der Leipziger Messen
am 20.07.1497 durch Kaiser Maximilian 1. zu Reichsmessen, verbunden
mit der Erweiterung des Marktrechts auf 15 Meilen und der Verleihung
des Stapelrechtes, als Anlas des Anfangs unserer Geschichte. Schon
im ausgehenden 10. Jahrhundert trafen sich im Schutze der Burg Libzi
Menschen, um Ihre Waren auszutauschen. Durch die zentrale mitteleuropäische
Lage unserer Stadt und die im nahen Freiberg im 14. / 15. Jh. gefundenen
Erz und Silbervorkommen, entwickelte sich Leipzig zum immer größer
werdenden Handelsplatz. Als willkommene Abwechslung und zum Vergnügen
der Leipziger Bürger und Handelsleute aus ganz Europa, stellte
sich zu diesen Märkten auch immer das "Fahrende Volk"
als Gaukler, Seiltänzer, Bärenführer usw. zur Schau.
Dadurch wurden die Märkte zu
Jahrmärkten - Stätten der Volksvergnügungen. |
Cottaweg
um 1936 |
| Die Bezeichnung
" Messe" setzt sich erst Mitte des 18. Jahrhunderts
durch. Bis Ende des 20. Jahrhunderts gab es in Leipzig eine
Neujahrs-,Oster- und eine Michaelismesse. Die aus dem kulturellen
Leben der Stadt Leipzig inzwischen nicht mehr wegzudenkenden
Oster- und Michaelismessen wurde nach 1945 die "Frühjahrskleinmesse"
(nach Ostern) und die "Herbstkleinmesse" (im August
- September). |
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| Als
dritte aber nicht ganz so große Veranstaltung gibt es seit 1992
die "Winterkleinmesse" im November. Bis 1906 wurden die
Leipziger Messen mit Ihren Handels - Schau - und Vergnügungsteilen
in der Innenstadt durchgeführt . Zuletzt war der Vergnügungsteil
auf dem Roß - und Königsplatz, jetzt (Leuschnerplatz).
Als in der Innenstadt durch gestiegenen Verkehr und anderweitige Nutzung
der öffentlichen Plätze, für den Vergnügungsteil
der Platz zu eng wurde, richtete die Stadt am Frankfurter Tor (jetzt
, Haupteingang Sportforum) einen Messplatz vor, auf dem erstmals am
7. April 1907 eine Kleinmesse eröffnet wurde. Nach 1933 mußte
auf dem Areal der Frankfurter Wiesen ein großzügiger Aufmarschplatz
geschaffen werden . Deshalb zog die Kleinmesse 1936 nochmals um und
zwar an den Cottaweg nach Lindenau, wo sie noch heute stattfindet.
Von den 2,8 Mio. Reichsmark, die für den neuen Fest und Aufmarschplatz
am Frankfurter Tor im Jahre 1935 eingeplant waren ,ist der Umzug der
Kleinmesse und die dadurch erforderliche Erschließung des Platzes
am Cottaweg mit ca. 700 000,- RM veranschlagt gewesen.
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